Vorzimmer

Vorzimmer

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Die Tapeten im Südflügel des Obergeschosses wurden erst nachträglich angebracht und stammen aus dem 20. Jahrhundert. 1945 zog Herzog Ernst August von Braunschweig – Lüneburg, ein Enkel von Königin Marie und König Georg V., mit seiner Frau Viktoria Luise (Tochter Kaiser Wilhelm II.) ein. Die Familie bewohnte unter anderem Teile des Süd- und Ostflügels. Ende der 60er Jahre wurde das Schloss schrittweise für die Öffentlichkeit geöffnet.

Marie, Königin von Hannover

Prinzessin Marie von Sachsen Altenburg, das älteste Kind von Herzog Joseph und Herzogin Amalie von Sachen-Altenburg, wurde am 14. April 1818 geboren und bekam den Namen Marie Alexandrine Wilhelmine Katharina Charlotte Therese Henriette Luise Pauline Elisabeth Friederike Georgine. Unterrichtet wurde Marie durch den Geistlichen Carl Ludwig Nietzsche und im evangelischen Magdale-nen Stift in Altenburg.

Wohltätigkeit war ihr ein Bedürfnis. Mit Geld, das sie von ihrer Großmutter Herzogin Henriette von Württemberg erbte, gründete sie ein Diakonissenhaus für Hannover in dem Kranke gepflegt und Diakonissen (Krankenschwestern) ausgebildet wurden. Die Henriet-ten-Stiftung besteht noch heute.
Hier auf Schloss Marienburg, ihrem Eldorado, wie sie das Schloss nannte, gab es für sie einen direkten Zugang zu einem Balkon in der Kapelle. Dort stand ihr Gebetsstuhl, den sie mehrmals am Tag für ihre Gebete nutzte.

Antechamber

The wallpapers in the south wing of the upper floor were only added later and date from the 20th century. In 1945, Duke Ernest Augustus of Brunswick-Lüneburg, a grandson of Queen Marie and King George V, moved in with his wife Viktoria Luise (daughter of Kaiser Wilhelm II). The family lived in parts of the south and east wings. At the end of the 1960s, the castle was gradually opened to the public.

Marie, Queen of Hanover

Princess Marie of Saxe-Altenburg, the eldest child of Duke Joseph and Duchess Amalie of Saxe-Altenburg, was born on April 14, 1818 and was given the name Marie Alexandrina Wilhelmina Catharine Charlotte Theresa Henrietta Louise Pauline Elizabeth Frederica Georgina. Marie was taught be the priest Carl Ludwig Nietzsche and in the Evangelical Magdalene Abbey in Altenburg.

Charity was a necessity to her. With the money she inherited from her grandmother, Duchess Henriette of Württemberg, she founded a deaconess house for Hanover in which the sick were cared for and deaconesses (nurses) were trained. The Henrietten Foundation still exists today.
Here at Marienburg castle, her Eldorado, as she called the castle, there was a direct access to a balcony in the chapel for her. Her prayer chair, that she used for prayers several times a day, was located there.